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Zeitarbeit: 10 interessante Fakten

1. Branchenzuschläge sorgen für gerechte Entlohnung

DGB-Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit haben das System der Branchenzuschläge entwickelt. So erhalten Zeitarbeitnehmer nach einer Einarbeitungsphase von vier bis sechs Wochen gestaffelte Zuschläge auf ihr Einkommen, insofern sie ohne Unterbrechung für dasselbe Kundenunternehmen tätig sind. Es gilt: Je länger ein Arbeiter in demselben Unternehmen beschäftigt ist, desto höher sind die Zuschläge. Nach circa neun Monaten bekommen das Stammpersonal und die Zeitarbeiter fast gleichhohe Zahlungen.

Im November 2012 schlossen die Metall- und Elektroindustrie, sowie die Chemische Industrie die ersten Branchenzuschlagstarifverträge mit den Sozialpartnern. Seitdem haben sich neun weitere Wirtschaftsbereiche angeschlossen.

2. Personaldienstleistungskaufleute, ein innovativer und zukunftsträchtiger Beruf

Der Ausbildungsberuf der Personaldienstleistungskaufleute, kurz PDK, wurde im August 2008 von den Arbeitgeberverbänden der Zeitarbeit, Gewerkschaften und dem Bundesinstitut für Berufsausbildung (BiBB) im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erschaffen. Da der PDK von allen Betrieben mit eigener Personalabteilung ausgebildet werden kann, gibt es mittlerweile schon gut 6.000 Azubis welche die Ausbildung abgeschlossen haben bzw. sich noch in ihr befinden.

Es handelt sich hierbei um eine klassische duale Ausbildung, vergleichbar mit jeder anderen betrieblichen Ausbildung im kaufmännischen Sektor.
Die Ausbildungsinhalte unterscheiden sich jedoch stark von allen anderen kaufmännischen Ausbildungen. In der Ausbildung zum PDK lernen die Schüler Personal richtig auszuwählen, zu beraten, einzustellen und zu vermitteln. Auch Grundlagen des Arbeits- und Tarifrechts als auch Arbeits-, Gesundheits- und Datenschutz und Qualitätssicherung sind wichtige Inhalte.

3. Selbst bei fehlenden Einsätzen in Lohn und Brot

Die Zeitarbeit ist einer der wenigen Wirtschaftszweige mit hoher Tarifbindung (ausschließlich DGB-Tarifwerke). Da fast jeder Personaldienstleister den Tarifvertrag anwenden muss, werden Zeitarbeiter in der Regel recht gut abgesichert. Im Gegensatz zu anderen Branchen bekommen Arbeiter hier eine verstetigte Vergütung im Krankheitsfall, im Urlaub und sogar bei Nichteinsatz. Bei fehlender Beschäftigungsmöglichkeit gibt das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) an, dass Zeitarbeitskräfte den branchenüblichen Mindestlohn gezahlt bekommen müssen. Bei Nichteinsatz werden die Zeitarbeiter also dennoch mit 8,80 € im Westen und 8,20 € Osten pro Stunde vergütet.

4. Zeitarbeit als Perspektive

Aus einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen geht hervor, dass ein Großteil der Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Stelle über eine Zeitarbeitsvermittlung gefunden haben, längerfristig ihre Erwerbslosigkeit beenden konnten. Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt diese Studie. 59 Prozent der ehemals Arbeitslosen, die über diese Methode zurück in das Berufsleben gefunden haben, bleiben nachhaltig in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Ein großer Teil dieser Arbeitnehmer wechselt sogar von der Zeitarbeit in eine sozialversicherungspflichtige Festanstellung.

Diese Studien zeigen, dass entgegen aller Vermutungen und Vorurteile, die Zeitarbeit ein wichtiges Instrument zur Regulierung der Erwerbslosigkeit ist. Sie bietet gute Chancen für jedermann, unterstützt und schützt das Stammpersonal, da Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten entlastet werden.

5. Zeitarbeit stärkt das Stammpersonal

Im Gegensatz zu den gängigen Gerüchten, Zeitarbeiter würden dem Stammpersonal die Arbeitsplätze wegnehmen, stärken sie die Unternehmen in schlechten Zeiten und sichern dem Stammpersonal ihre Arbeitsplätze.  Hat ein Unternehmen bspw. aufgrund schlechter Auftragslage, Probleme sein Personal zu halten, liegt die Frage wer zuerst entlassen werden soll nicht fern. Sind in dieser Firma nur festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, ist es nicht verwunderlich, dass Einige von ihnen entlassen werden müssen. Arbeitet dieses Unternehmen jedoch mit Zeitarbeitern, können diese einfach freigestellt werden.

Die Gehaltszahlungen an betreffende Personen fallen dann weg und das Stammpersonal muss somit nicht entlassen werden. Natürlich gibt es auch Ausnahmefälle in denen Unternehmen die Arbeitnehmerüberlassung der Bildung von Stammpersonal vorziehen. Dies ist laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung jedoch nur eine Ausnahme. Auch eine Studie des IAB belegt, dass nur knapp 2% der Unternehmen ihr Stammpersonal aufgrund von Arbeitnehmerüberlassungen reduzieren. Gerade während einer schlechten Wirtschaftslage stärkt der Einsatz von Zeitarbeitern das Unternehmen und die Arbeitsplatzsicherheit von Stammpersonal.

6. Ein Großteil der Zeitarbeiter geht einem Vollzeitjob nach

78% der Zeitarbeitnehmer gehen laut einer Studie der Bundesagentur für Arbeit einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nach. Auf dem Gesamtarbeitsmarkt hingegen liegt der Anteil der Vollzeitarbeit bei 63 Prozent. Im Vergleich zum Gesamtarbeitsmarkt dominiert also auf dem Zeitarbeitsmarkt die Vollzeitbeschäftigung. Der Anteil von Minijobbern ist in der Arbeitnehmerüberlassung recht gering. Nur jeder 13. ist auf Minijobbasis angestellt. Auf dem kompletten Arbeitsmarkt dagegen geht jeder Siebente einer geringfügigen Beschäftigung nach.

Zu Vollzeitbeschäftigten zählen Arbeitnehmer, welche mehr als 35 Stunden in der Woche tätig sind.  Bei einer Arbeitszeit von 25-34 Stunden in der Woche spricht man von einer Teilzeitbeschäftigung, alles darunter fällt unter sogenannte Minijobs.

7. Mindestlohn in der Zeitarbeit

Im September 2013 wurde von der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit und der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), bestehend aus den Arbeitgeberverbänden BAP und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ), der Tarifvertrag zur Regelung von Mindeststundenentgelten in der Zeitarbeit geschlossen. Es wurde eine Lohnuntergrenze von 8,80 Euro in Westdeutschland und 8,20 Euro in Ostdeutschland beschlossen. Im Juni 2016 soll diese auf 9,00 Euro West und 8,50 Euro Ost angehoben werden. Hier zeigt sich eine Lohnsteigerung von 13,4 Prozent innerhalb der letzten zwei Jahre im Osten und knapp 10 Prozent im Westen. Die Lohnuntergrenze wurde im März 2014 per Rechtsverordnung als allgemeinverbindlich erklärt. Sie gilt damit für alle Zeitarbeiter die in Deutschland tätig sind und auch für solche, die von nichtdeutschen Unternehmen in Deutschland eingesetzt werden.

8. Staatliche Qualitätskontrollen sichern ein sauberes Arbeiten

Ohne eine offizielle Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit ist es in Deutschland nicht möglich, ein Personaldienstleistungsunternehmen zu betreiben. Auch andere Instanzen, wie der BAP kontrollieren die Zeitarbeitsfirmen. Die Erlaubnis der BA gilt zunächst für ein Jahr. In dieser Zeit wird von der BA regelmäßig kontrolliert, ob sich das Unternehmen an die staatlichen Vorgaben hält. Personaldienstleister die drei Jahre lang ohne Beanstandungen der kontrollierenden Instanzen gewirtschaftet haben, können eine unbefristete Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung beantragen. Sie werden jedoch weiterhin durch die BA und die Zollverwaltungen kontrolliert. Bei Verstößen, wie beispielsweise dem Unterschreiten von geltenden Lohnuntergrenzen, drohen Geldstrafen bis hin zum Entzug der Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung. Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) hat einen Verhaltenskodex entwickelt, der die Unternehmen zu ethisch einwandfreiem Handeln verpflichtet. So wird für Fairness und Transparenz im Umgang mit den Mitarbeitern und der Arbeitsweise des Unternehmens garantiert.

9. Zeitarbeitnehmer sind in Deutschland besser abgesichert

In Deutschland unterscheidet sich das Arbeitsverhältnis eines Zeitarbeitnehmers nur durch den Wechsel von Arbeitsort und Einsatzbetrieb von dem eines Arbeitnehmers in anderen Branchen. Vertraglich jedoch gibt es keine Unterschiede. Der Arbeitnehmer geht ein reguläres Arbeitsverhältnis mit dem Personaldienstleister ein. Dazu gehört unter anderem ein Arbeitsvertrag mit Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung, bezahltem Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei fehlenden Einsatzmöglichkeiten sowie der gesetzliche Kündigungsschutz.

Eine Festanstellung bei einer Zeitarbeitsfirma wie in Deutschland ist ähnlich sonst nur in Italien und den Niederlanden zu finden. In anderen Ländern, wie beispielsweise Frankreich, werden die Mitarbeiter von den Agenturen lediglich vermittelt und für den jeweiligen Einsatz entlohnt. Dafür ist hier die Entlohnung zehn Prozent höher als die der Stammarbeiter. Der Grund dafür ist, dass die Flexibilität belohnt werden soll. Jedoch erhalten die Zeitarbeiter keine Lohnfortzahlungen bei Nichteinsatz und auch kein Krankengeld. Die meisten Zeitarbeitnehmer arbeiten lediglich drei Monate für das Unternehmen und verlassen es dann wieder. Einige bleiben jedoch und werden in eine Festanstellung übernommen. Die Zeitarbeit wird hier auch als eine Form der Probezeit angesehen.

10. Es gibt weniger Zeitarbeitsfirmen als man annimmt

Aus Daten der Bundesagentur für Arbeit und dem Statistischen Bundesamt geht hervor, dass nur knapp 0,18 Prozent, der in Deutschland gemeldeten Firmen, aktive Zeitarbeitsunternehmen sind.  In anderen Berichten wird oft von über 50.000 Zeitarbeitsfirmen in Deutschland gesprochen – jedoch sind in dieser Zahl auch jene Betriebe erfasst, die nur ein einziges Mal, einen Arbeitnehmer überlassen haben.

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